eCommerce: Mehr Traffic ist nicht gleich höhere Kaufwahrscheinlichkeit

Veröffentlicht: Juni 4, 2014 in Hintergrund, Infografiken, Online Marketing Allgemein, Studien, Daten, Zahlen, Fakten
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Heute bin ich auf eine interessante Studie gestoßen, in der es darum geht, anhand welchen Kriterien man sinnvollerweise den Erfolg eines Online Shop messen kann – „Online-Shop-Studie 2014: Was macht Shops erfolgreich?“. Diese Studie wurde von statista.de erhoben und veröffentlicht und birgt, wie ich finde, durchaus spannende Erkenntnisse. Ein Ergebnis möchte ich Euch in diesem Blogbeitrag näher vorstellen.

Im Rahmen der Studie wurden rund 2.100 Online-Shops anhand von Kriterien zu Aufbau, Usability, Vertrauen, Sicherheit, Payment, Service und Distribution analysiert und bewertet. Ergänzt wurden diese Ergebnisse um die Erkenntnisse aus der Befragung von knapp 5.400 Nutzern von Online-Shops. Diese wurden dazu befragt, was ihnen an einem Online-Shop besonders wichtig ist. Zudem wurde ermittelt welche Shop-Eigenschaften den größten Einfluss auf eine Kaufentscheidung haben.

Eine durchaus spannende Erkenntnis der Studie ist, dass die Größe eines Online-Shops nicht automatisch auch eine höhere Kaufwahrscheinlichkeit zur Folge hat. Die größte Kaufwahrscheinlichkeit wurde beispielsweise bei dem Online-Elektronik-Händler Conrad ermittelt, der im Vergleich zu den großen Online-Playern eher über ein geringes Traffic-Volumen verfügt (4,56 Mio. Visits/ Monat). Wohingegen die traffic-starken Anbieter wie vor allem amazon (128, 50 Mio. Visits/ Monat), Otto (13,24 Mio. Visits/ Monat) und zalando (10,29 Mio. Visits/ Monat) zum Teil eine deutlich geringere Kaufwahrscheinlichkeit aufweisen.
Hier kann also die These mehr (traffic) bringt auch mehr (Abverkäufe/ Kaufwahrscheinlichkeit) zumindest etwas intensiver hinterfragt werden.

Infografik: Mehr Traffic bedeutet nicht höhere Kaufwahrscheinlichkeit  | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Auf welche Kriterien sich die Kaufwahrscheinlichkeit stützt, wie diese bei den einzelnen Anbietern verteilen und wie die Kriterien gewichtet sind kann auf Anfrage über statista.de eingeholt werden. Vielleicht ebenso spannend, um sich vor Augen führen zu können, was die Entscheidenden Unterschiede bei er Kaufwahrscheinlichkeit in den verglichenen Shops sind. Leider wurde in dem Artikel auf den ich gestoßen bin auf diesen Aspekt nicht näher eingegangen. Wie gesagt bei Bedarf ist Statista für Nachfragen offen.

Gruß, binstins

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Kommentare
  1. Peter sagt:

    Ich sehe gar nicht, warum denn bei mehr Besuchen die Wahrscheinlichkeit steigen soll. Höchstens die absolute Anzahl (das wird wohl auch so sein). Wahrscheinlichkeit ist ja die Quote aus Verkauf pro Besuch.

    • binstins sagt:

      Hallo Peter! Dein Ansatz ist von Grunde her natürlich richtig, aber wird oftmals davon ausgegangen, dass eine Trafficsteigerung eben auch zu einem überproportionalen Anstieg der Abverkäufe führt.

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