Barcamp Hamburg 2012 Recap

Veröffentlicht: November 5, 2012 in Events, Hintergrund, Wissenswertes
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Barcamp HamburgAm 02. un 03. November fand zum bereits sechsten Mal das Barcamp Hamburg statt. Wie üblich stellte die Otto GmbH Ihre Räumlichkeiten für dieses Event zur Verfügung und rund 400 Teilnehmer, die das allgemeine und spezielle Interesse am Web verband, kamen an den beiden Tagen zusammen. Ich konnte in diesem Jahr leider nur am ersten Tag vor Ort sein, möchte es mir aber trotzdem an dieser Stelle nicht nehmen lassen ein kurzes Recap zum Barcamp zu verfassen.

Auch in diesem Jahr war des Event in windeseile ausverkauft und die Warteliste unüberschaubar groß, was in meinen Augen eindeutig die Qualität und das Ansehen des Events in der Szene wiederspiegelt. Es zeigt sich einfach, dass in den vergangenen sechs Jahren hier etwas entstanden ist. Soweit zum Hintegrund.

Mein Barcamp-Tag startete pünktlich um 9 Uhr mit der Öffnung der Türen :-). Leider dauerte es, wie auch im vergangenen Jahr, bisBarcamp Hamburg - Das Publikum um11 Uhr bis das Session-Planing dann endlich losging. Hier wurden dann die Sessions von denjenigen vorgestellt, die Lust hatten eine Session zu halten. Die Vorstellung dauerte bis 12 Uhr. Ich muss an dieser Stelle sagen, dass die Prozdeur bis die Sessions endlich stehen einfach zu lang ist. Hier gehen einfach 1-2 Stunden verloren, die man gut bereits in die eigentlichen Sessions investieren könnte.

Da diejenigen, die interssiert sind eine Session zu halten, sich meist nicht wirklich spontan entscheiden, sollte das Einreichen der Sessions im Vorfeld zum Barcamp eigentlich machbar sein. Kurzentschlossene könnten Ihre Sessions einfach vor Ort nachreichen. Dieses Vorgehen würde sicherlich den Ablauf des Barcamps entschlacken.

Aber hier bin ich eigentlich schon in der Bewertung bzw. im Fazit des Barcamps. Also schnell zurück zum eigentlichen Ablauf.

Mein Barcamp-Tag

Ab 12 Uhr gingen dann endlich die Sessions los. Als erstes besuchte ich die Session „YouTube für Fortgeschrittene“ von @matthiasmorr. Die Session bot neben einigen bekannten Basics zum Thema Uploading von YouTube-Videos auch einige informative Insights, die ich zukunftig sicherlich mal austesten werden. Danach hate ich mir die Session “Gute Webtexte“ von @pusteblumemedia herausgesucht. Ein Thema das mich nicht nur wegen meines eigenen Blogs interessiert, sondern auch immer ein ebenso wichtiges wie schwieriges Thema ist, wenn man sich mit dem Thema Texte für B2B-Marketing beschäftigt. Aus dieser Session konnte ich doch einige wirklich gute Ansatzpunkte für die Arbeit mit Webtexten mitnehmen. Vor der Mitagspause schaute ich mir dann die Session „Gute KPIs, schlechte KPIs“ von @kevin_indig an. Diese Session hatte ich mir natürlich wegen meiner beruflichen Verknüpfung mit dem Thema Webanalyse ausgesucht. In der Session entwickelte sich eine spannende Diskussion zu der Fragestellung “Wie sich die Metriken und auch die KPIs in der Webanalyse zukünftig entwickeln werden, wenn über immer mehr verschiedene Devices (Desktoprechner im Büro, Macbook zu Hause, Smartphone und/oder iPad unterwegs, etc.) gesurft wird und die einzelnen zu trackenden Sessions ebenso über immer mehr verschiedene Devices abgebildet werden müssen“. Das einheitliche Fazit lautete, dass sich zukünftig eher die Metriken in der Webanalyse als die eigentlichen KPIs verändern werden.

Nach einem kurzen Mittagessen, war ich dann mit meiner eigenen Session dran, die sich um das Thema “Google AuthorShip & AuthorRank – Die Zukunft des SEO?“ drehte. Es fanden sich mehr Zuhörer in meinem Raum ein als ich gedacht hatte und im Rahmen meines Vortrages entwickelte sich eine rege Diskussion zu dem Thema, die mir echt Spaß bereitet hat.

Wen der Inhalt meiner Session etwas detaillierter interessiert, findet hier einen separaten Blogbeitag, indem ich meine Session und die zugehörigen Slides aufbereitet habe.

Im Anschluss an meine eigene Session besuchte ich dann noch die Session zum „Netpromoter Score“ von meinem Kollegen Roland und die Session “Die schlimmsten Recruiting Videos“ von und mit @juergen_sorg und @jormason. In dieser Session gab es echt einige wirklich schlimme Beispiele wie Unternehmen mit der Zielgruppenansprache voll an Ihren zukünftigen Mitarbeitern „vorbeikommunizeren“ und dabei sehr peinlich wirken.

Zum Abschluss des Barcamp-Tages gab es dann noch einige interssante Gespräche beim Abendessen und Abschlussbier.

Fazit!

Ich fand das Barcamp an sich, wie auch im vergangenen Jahr, sehr interessant, da hier einfach immer eine riesige Bandbreite an Themen angeboten wird, bei der für jeden eigentlich immer etwas dabei ist und man neben den klassischen (und auch interessanten) Themen (Social Media, SEO, Projektmanagement, etc.) auch Themen zur Auswahl stehen denen man sich im normalen Büroalltag normalerweise nicht widmet (Atemtechniken, Erfahrungsbericht aus der Israelischen Armee, Spronsoring von Barcamps, etc.)

Natürlich muss ich bei meinem Fazit noch mal den Punkt vom Anfang aufgreifen und möchte nochmal betonen, dass ich die Aufwärmpahse und das Session-Planing als deutlich zu lang empfinde und hier wertvolle Zeit für die Sessions an sich verloren g

Barcamp Hamburg. Kick-Off

eht. Ein weiterer Punkt den ich anzumerken habe ist, dass ich doch recht verwundert war darüber, dass am Freitag bei rund 400 Teilnehmern und 10 Räumen, die zur Verfügung standen, nicht alle Räume und Slots ausgenutzt wurden. Dies verdeutlicht mir, dass immernoch viele Barcamp-Teilnehmer nicht verstanden haben, dass ein Barcamp kleine klassische Konferenz ist, sondern maßgeblich aus dem Zusammenspiel von Konsumieren und zur Verfügungstellen von Wissen eines JEDEN besteht. Das finde ich milde gesagt sehr schade und enttäuschend, da meiner Meinung nach ein Barcamp-Konzept nur aufegehen kann, wenn alle daran in gleichem Maße mitarbeiten. Aber ich denke vor diesem Problem steht so jedes Barcamp auf dieser Welt. -:(

Dennoch freue ich mich natürlich wieder auf das kommende Jahr und werde bestimmt wieder vor Ort sein. Da ich diese Art von Wissensvermittlung einfach klasse finde und von jedem Barcamp eigentlich immer sehr viel mitnehmen kann. Einerseits Wissen andererseits Erfahrungen als Speaker 🙂

Gruß, binstins

Weitere gute Recaps sind hier zu finden:

Der Seonaut – Marco Janck

Jan Theofel

Digital Media Women








Björn Instinsky

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Kommentare
  1. Vivian sagt:

    Lieber Björn,

    die Sessionplanung auf dem barcamp ist einer der elementaren Unterschiede zu einer klassischen Konferenz. Was dabei passieren soll ist, das andere sich inspirieren lassen spontan auch noch eine Session zu halten. In diesem Jahr war ich nicht hart genug was das Mikro anging, für das nächste Jahr werden wir deutlicher zur Kurzfassung bei der Vorstellung anregen. Ausserdem fangen wir früher an – hoffen wir mal gemeinsam drauf das wir dann den zusätzlichen Platz auf dem Board noch voll bekommen 😉

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