Wir brauchen Camps, Camps… – Mein Recap zum Barcamp Hamburg 2011

Veröffentlicht: November 13, 2011 in Events
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Barcamp Hamburg 2011Schon im letzten Jahr bin ich auf das Barcamp Hamburg aufmerksam geworden und fand das Konzept und die Idee des Barcamps sehr interessant. Leider konnte ich aus verschiedenen Gründen nicht teilnehmen. In diesem Jahr hat sich dann die Möglichkeit ergeben, zum ersten Mal am Barcamp teilzunehmen. Vor die Teilnahme hat der liebe Gott aber den Anmeldeprozess gesetzt und der hatte es wirklich in sich. Das Barcamp Hamburg war in diesem Jahr in etwas mehr als einer halben Stunde restlos ausverkauft. So dass ich mich glücklich schätzen konnte, trotz des Serverausfalls während der Anmeldung einen Teilnahme-Platz für beide Tage ergattern zu können.

Eigentlich bin ich ein kompletter Barcamp-Neuling, auch wenn ich als Teil der SEO-Szene schon an der SEO-Campixx teilgenommen habe. ShareDennoch ist das Konzept des Barcamp Hamburg mit dem Konzept der SEO-Campixx nicht wirklich vergleichbar. Für diejenigen unter euch, denen der Begriff “Barcamp“ nicht viel sagt, sei hier die Idee dahinter kurz skizziert: Ein Barcamp ist eine Tagung mit offenen Workshops, deren Inhalt und Struktur von den Teilnehmern selbst bestimmt und vor allem durchgeführt werden. Soll heißen zu Beginn des Camps bzw. des jeweiligen Tages stellen diejenigen Teilnehmer, die Lust dazu haben, Themen vor, zu denen sie gern eine Session halten würden und daraus ergibt sich dann der Session-Plan für das Camp.
Wie das abläuft, könnt ihr hier sehen.
Im Falle des Barcamps Hamburg geht es im Fokus um digitale Themen, dennoch gab es auch Sessions, die nicht im direkten Zusammenhang mit der „digitalen Welt“ standen. So gab es beispielsweise Sessions wie “ Entspannen – Energie tanken – tief atmen“ oder “ Warum man im Büro eigentlich nichts schafft“.

Eingeläutet wurde das in diesem Jahr zum fünften Mal stattfindende Barcamp mit einer Pre-Party. Auf der Party am Vorabend des eigentlichen Camps konnte man bereits mit dem einen oder anderen Bekannten aber auch vielen neuen Gesichtern beziehungsweise den dazugehörigen Menschen in Kontakt kommen. Bereits auf der Party wurde eines mehr als deutlich: Das Barcamp Hamburg ist gekennzeichnet durch seine breit gestreute Teilnehmerstruktur. Hier treffen sich Social Media Fachleute, Entwickler, Online Marketing Manager, Geschäftsführer, Selbständige, Dozenten, Studenten und noch viele, viele mehr. Ich finde, dies macht das Camp auch so spannend und sehr sympathisch…
Neben den viele spannenden Menschen sind die vielen hoch interessanten Themen, zu denen sie Sessions halten, ein weiteres Kennzeichen, das ein Barcamp auszeichnet. Es hat einfach tierisch Spaß gemacht, sich von den verschiedenen Inhalten der Sessions inspirieren zu lassen, neues Wissen aufzusaugen und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.

Session BoardMein erster Camp-Tag startete mit der Vorstellungsrunde aller Teilnehmer, die eine Session halten wollten. Hier wurde kurz angeteasert, wer zu welchem Thema referieren wollte und anhand der Handzeichen aus dem Publikum konnte der Referent abschätzen, was für eine Raumgröße eingeplant werden musste. Auch ich hatte im Vorfeld eine Session zum Thema „SEO & Social Media“ vorbereitet, die ich dann am Nachmittag halten konnte. Meine Highlights am ersten Tag waren eine Session zur “Einführung in Kanban“ – eine Methode zur Produktionsablaufsteuerung, die bereits erwähnte Session “Warum man im Büro eigentlich nichts schafft“ und eine Session zu “Social Media Tools“. Aus den Sessions konnte ich zum Teil echt wichtige Insights für meine tägliche Arbeit rausziehen…

Meine eigene Session zu “SEO & Social Media“ wurde trotzdessen, dass sie direkt in der Mittagszeit lag, sehr gut angenommen und es entstand eine spannende und anregende Diskussion über die veränderte Bedeutung der Social Signals (Likes, Shares, Comments, Tweets) als Rankingfaktoren bei Suchmaschinen. Nach der Session bekam ich einige positive Feedbacks zu meinem Vortrag. Alles in allem war es eine sehr gewinnbringende Erfahrung, eine eigene Session auf dem Barcamp angeboten zu haben. Ich kann nur jedem Camp-Teilnehmer dringend empfehlen, auch eigene Sessions anzubieten, statt ausschließlich Sessions zu konsumieren🙂.

Der erste Tag endete mit einem äußerst unterhaltsamen Powerpoint-Karaoke, bei dem auf sehr kurzweilige Art versucht wurde, dem CrowdPublikum Themen wie „Wie Kohle entsteht“ oder “Das Bürokratie Modell von Max Weber“ näher zu bringen. Es war teilweise zum Schreien komisch….

Der zweite Tag startete nach einem ausgiebigen Frühstück🙂 mit einer neuerlichen Session-Planung. Meine Highlights waren die Sessions zu “ Google vs. Facebook“, bei der es um die Entwicklung von Google+ mit besonderem Augenmerk auf die neuen Google+ Pages ging und vor allem die Session zu “Hamburg, deine Events“. Diese Session hat mich dazu bewogen, diesem Thema einen eigenen Blogbeitrag zu widmen, den ich in Kürze online stellen und auch hier verlinken werde. In dem Beitrag könnt ihr mehr zu dem Thema lesen.
Barcamp BannerAm zweiten Tag gab es unter anderem auch eine Session meines Arbeitgebers etracker zum Thema “CRM mit Kanban und Scrum“, bei der es um die Umsetzung von Kanban und Scrum im Kundenservice, Marketing und Sales ging. Viele interessierte Zuhörer wollten erfahren, ob und wie die Übertragung von Projekt-Management und –visualisierungskonzepten aus der Softwareentwicklung in Bereiche wie Marketing & Sales funktioniert. Es wurde eine äußerst unterhaltsame und spannende Session.

Mein Fazit
Ich kann nur sagen, dass ich von meinem ersten “richtigen“ Barcamp begeistert war und mich das Konzept der offenen Workshops mit den vielen verschiedenen Themen an vielen Stellen dazu inspiriert hat, mich zukünftig intensiver mit dem einen oder anderen Thema zu beschäftigen. Auch das Zusammentreffen mit den verschiedenen Disziplinen hat mich begeistert.
Zu guter Letzt will ich an dieser Stelle vor allem dem Organisationsteam und dem Service-Team, dass uns super verpflegt und mit tollem Essen versorgt hat, ein riesiges Lob aussprechen. Ohne diese Menschen mit ihrem großartigen Engagement wäre eine solche Veranstaltung wie das Barcamp Hamburg nicht durchführbar – DANKE!!
Ich freue mich schon auf 2012. Also rechtzeitig den Timer stellen und pünktlich anmelden!

Gruß, binstins

Weitere gute Recaps zum 5. Barcamp Hamburg findet ihr hier:

gedankenpogo.de

blog.nilsmerker.de

steve-r.de

alexanderrosenthal.de

kassenzone.de

Hier findet Ihr eine umfassende Bildergalerie zum Barcamp Hamburg 2011!

Björn Instinsky

Kommentare
  1. […] Die Idee zu diesem Artikel entstammt der gleichnamigen Session auf dem Barcamp Hamburg, das an diesem Wochenende in den Räumen der Otto GmbH stattfand. Einen ausführlichen Bericht zu dem Barcamp findet ihr übrigens hier. […]

  2. […] Wir brauchen Camps, Camps… – Mein Recap zum Barcamp Hamburg 2011 […]

  3. […] Berichte aus Hamburg finden sich hier: Die Digital Media Women auf dem Barcamp Hamburg Wir brauchen Camps Bchh11 Afterglow Hamburg meine Perle Generation Multitouch – Recap der Session mit Magdalena […]

  4. […] Marketing mal anders: Wir brauchen Camps, Camps… – Mein Recap zum Barcamp Hamburg 2011 […]

  5. Adrian sagt:

    Guter Blog, gefaellt mir sehr gut. Auch nette Themen.

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